„Seelsorge in neuen Strukturen“ – Was bedeutet das konkret für unsere drei Gemeinden?
Informationen zum Prozess „Seelsorge in neuen Strukturen“ – aus der gemeinsamen KGR-Sitzung am 25.März
Die Diözese Rottenburg-Stuttgart hat im Frühjahr 2025 den Prozess „Seelsorge in neuen Strukturen“ gestartet. Damit reagiert sie auf aktuelle Herausforderungen wie sinkende Mitgliederzahlen, steigende Kosten, rückläufige Kirchensteuereinnahmen sowie den Mangel an pastoralem Personal.
Im Rahmen dieses Prozesses sollen die derzeit 1.020 rechtlich selbstständigen Kirchengemeinden zu 50 bis 80 neuen, größeren Kirchengemeinden zusammengeführt werden. Ziel ist es, Verwaltungsaufgaben zu bündeln und dadurch mehr finanzielle und personelle Freiräume für das kirchliche Leben vor Ort zu schaffen und dieses langfristig zu sichern.
Der Zusammenschluss der Kirchengemeinden wird über die Union, das bedeutet das eine Kirchengemeinde weitere Kirchengemeinden aufnehmen wird. Sie wird neuer Pfarrsitz und stellt die Pfarrkirche. Die aufgenommenen Kirchengemeinden bleiben jedoch als Kirchorte weiterhin wichtige Orte des kirchlichen Lebens.
Für unsere Hochsträßgemeinden bedeutet dies, dass die bisherige Selbstständigkeit und die Zugehörigkeit zur aktuellen Seelsorgeeinheit spätestens bis 2030 enden wird. Wir werden Teil einer neuen Großgemeinde sein.
Für unsere Hochsträßgemeinden stehen derzeit zwei Möglichkeiten zur Auswahl:
- ein Anschluss an eine neue Großgemeinde auf dem Stadtgebiet Ulm mit den bisherigen sechs Seelsorgeeinheiten auf dem Stadtgebiet Ulm (zukünftig ca. 30.000 Katholiken)
- ein Anschluss an eine neue Großgemeinde mit den bisherigen Seelsorgeeinheiten Erbach und Donau-Riß (zukünftig ca.12.000 Katholiken).
Unsere drei Kirchengemeinderäte (Eggingen, Einsingen und Harthausen/Ermingen) möchten hierzu eine gute und für die eigene Gemeinde nachvollziehbare Entscheidung treffen. Grundlage dafür sind verschiedene Entscheidungskriterien, die von der Diözese vorgegeben wurden und in die Beratungen einfließen.
Alle Gemeinden müssen bis zum 26. April 2026 ein Votum/Wunsch über ihre künftige Zugehörigkeit abgeben. Dieses dient der Steuerungsgruppe im Dekanat und der Diözese als Grundlage für die weiteren Beratungen und mögliche Entscheidungen.
!! Ergänzung aus dem KGR Einsingen: Ab Karfreitag wird im hinteren Teil der Kirche eine Pinnwand mit Informationen zum laufenden Prozess bereitstehen. Sie soll allen Gemeindemitgliedern die Möglichkeit geben, sich ein eigenes Bild über die anstehenden Veränderungen zu machen. Wir laden Sie herzlich ein, sich dort zu informieren, sich eine Meinung zu bilden und mit den Mitgliedern des Kirchengemeinderats ins Gespräch zu kommen. Gerne beantworten wir Ihre Fragen und nehmen Ihre Rückmeldungen auf. In den kommenden Gottesdiensten werden wir ebenfalls auf die Pinnwand hinweisen. Der Kirchengemeinderat Einsingen wird in seiner Sitzung am 15.04.2026 die weiteren Beratungen führen und auf Grundlage der vorgegebenen Kriterien sowie der Rückmeldungen aus der Gemeinde ein Votum abgeben.
!! Ergänzung aus dem KGR Ermingen: Einladung zum Gespräch im Gemeinderaum Ermingen
Liebe Gemeinde Ermingen-Harthausen, wir als Mitglieder des Kirchengemeinderats laden euch ganz herzlich ein, mit uns ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam möchten wir darüber nachdenken, wie wir unsere Kirche in der Zukunft gestalten und lebendig weiterentwickeln können.
Ein wichtiger Punkt dabei ist die Frage, zu welcher Großgemeinde wir uns künftig zusammenschließen möchten.
Wann? Am 12. April um 11.30 Uhr im Anschluss an den Gottesdienst
Wo? Im Gemeinderaum Ermingen
Wir freuen uns auf einen offenen Austausch und ein gemeinsames Nachdenken über unsere Kirche der Zukunft.
Herzliche Grüße
Euer Kirchengemeinderat Ermingen/Harthausen
Karte: Dekanat Ehingen-Ulm (Ausschnitt) mögliche Gemeinde Ulm mit Hochsträß
mögliche Gemeinde Erbach mit Hochsträß und SE Donau-Riß (Oberdischingen u.a.)





Foto: DRS/Waggershauser
Pfarramt Einsingen